Über mich

Upps- endlich angekommen auf dem blauen Planeten. Ich bin im Land Brandenburg gelandet und wir schreiben das Jahr 1948. Der Krieg ist zum Glück vorbei, aber alle, die ihn erlebt haben, hat er geprägt. Dieses Leben ist wahrlich eine Vollzeitschule, wie ich sehr bald feststellte. Ich merkte irgendwann, dass Wachstum ein Prozeß zwischen Versuch und Irrtum ist. Aber jede Lektion war zum jeweiligen Zeitpunkt perfekt- stellt man viel später fest. Und alle führen unweigerlich zum Ziel- merkt man auch erst später.

Als Kind durfte ich meine Begabungen ausprobieren und hatte alle Freiräume, die dafür nötig waren. Nur gegen meine katholische Erziehung rebellierte ich frühzeitig und vehement, gegen all die Ge- und Verbote. Sie machten mir Angst, führten sie mir doch meine Unzulänglichkeit vor Augen. Dieser innere Widerstand machte mir schwer zu schaffen. Ich fühlte mich schuldig und hatte großen Respekt vor Gott. Hier liegen sicherlich die Wurzeln für mein lebenslanges Interesse an weltanschaulichen und philosophischen Fragen.

Nach Ausbildung und Studium folgte die Zeit, in der man "gewöhnlich" eine Familie gründet. Das tat ich dann auch ausgiebig. Ich lernte meinen Mann kennen und wir sind heute stolze Eltern von drei Söhnen, die dicht hintereinander geboren wurden. So eine Familie ist ein wunderbares Geschenk. Sie war damals und ist heute das Wichtigste für uns. Es waren in jeder Hinsicht prägende Jahre und der Beruf spielte eine untergeordete Rolle. Das änderte sich, als die Jungs erwachsen waren. Ich machte mich 1987 selbstständig und konzentrierte mich nun mehr auf den Beruf. Um alles unter einen Hut zu kriegen, war mein Tag perfekt durchgeplant. Aber es war mein Traum (und blieb es über fast 20 Jahre). Aber soviel Action über so viele Jahre geht auf die Dauer nicht. Irgendwann, ich war weit über 40 und ausgebrannt, meldete sich mein Körper zu Wort. Ich musste etwas tun, innerlich zur Ruhe kommen! Da war sie, die Sinnkrise und die Fragen aus der Jugend. Es war Zeit, sich von den inneren Zwängen zu befreien und mein Weltbild zu korrigieren.

Nach und nach marschierten Botschaften in mein Leben, sogenannte "Zufälle" und ich begann wieder, nach meiner Wahrheit zu suchen. Tagsüber kümmerte ich mich um mein Geschäft, und wann immer ich konnte, las ich, besuchte Lehrgänge und Seminare. Mir erschlossen sich unbekannte Welten. Wie einen Marathonläufer trieb es mich immer weiter. Aber es ging mir dabei immer besser. Ich wurde immer klarer und spürte, wie der Druck wich. Ich kam so langsam bei mir an -  dachte ich, aber das geht immer weiter, ändert sich ständig und endet nie.

Immer wieder bin ich den Menschen begegnet, die ich gerade brauchte und tue es noch. Ich bin Ihnen dankbar für die schmerzhaften und die angenehmen Lektionen, die sie mir bewusst oder unbewusst erteilt haben und erteilen. Im Grunde treffe ich immer mich und das ist spannend, wenn man die Dinge, die einem begegnen, mal aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Heute weiss ich, wir haben eine tiefe Spiritualität in uns. Sie ist nicht abhängig von wissen und kombinieren, kein Privileg eines ausgewählten Klientels.Sie ist unabhängig von Religionen und gesellschaftlichen Zwängen und folgt nur den ewigen Gesetzen der Liebe. Sie schließt nichts aus und jeden ein. Sie lässt jeden Menschen seinen eigenen Weg der Erkenntns gehen und niemand, außer er selbst, entscheidet über diesen Weg.

Die Menschen, die dafür notwendig sind, begegnen mir.

Ich gehe bewusst durch den Tag und schau, was er mit mir macht.